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Aus der als Belladonna (lat.: Atropa belladonna) bekannten Schwarzen Tollkirsche wird in der von Joanne K. Rowling geschaffenen Magischen Welt eine Essenz (im Original: essence of Belladonna) gewonnen, die Viertklässler als Zaubertrankzutat vorrätig haben müssen. Die Autorin knüpft dabei an den in manchen Kulturen bis heute erhaltenen Volksglauben an, dass diese Pflanze magisch besetzt ist.

Die strauchartige Pflanze, die in ganz Europa, Vorderasien und Nordafrika heimisch ist, wurde früher wie viele Giftpflanzen mit Hexenmedizin und bösen Geistern in Verbindung gebracht. Botanisch gesehen handelt es sich um eine Giftpflanze, deren Blätter, Wurzeln und schwarze Beeren mehrere starke Giftsubstanzen enthalten, die seit der Antike medizinisch gegen Schmerzen, Krämpfe und vielerlei Krankheiten wie z.B. Gelbsucht, Anfallsleiden und Parkinson eingesetzt wurden und teilweise noch werden. Im Mittelalter wurde Belladonna häufig von Damen genutzt, um ihre Augen zu verschönern: Dank der Tropfen von Belladonnabeerensaft wurden ihre Pupillen erweitert und ihr Blick besonders tief, allerdings bewirkte dies gleichzeitig Sehstörungen.

Die volkstümlichen weiteren Namen der Tollkirsche sind Schwindelkirsche, Schlafkirsche, Teufelskirsche, Walkerbeere, Irrbeere, Wutbeere, Wolfsbeere, Tollkraut, was ihre vermeintlichen oder tatsächlichen Wirkungen andeutet. Belladonnaextrakt kann schon in geringen Mengen Wahnzustände auslösen und etwas stärker dosiert zum Tod durch Atemlähmung führen.

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