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Heutzutage findet sich in jedem Zaubererhaushalt mindestens ein fliegender Besen (im Original: broomstick). Meistens sind es aber gleich mehrere Besen, weil es für Familienmitglieder jeden Alters selbstverständlich geworden ist, diese praktischen Fluggeräte für den Alltagsgebrauch und natürlich auch für den Besensport zu nutzen. Selbst für Kleinkinder gibt es schon Spielzeugausgaben von fliegenden Besen. Harry bekommt einen Spielzeugbesen von seinem Paten Sirius Black anlässlich seines ersten Geburtstages geschenkt (HP VII/10).

Die ersten Besen, die zum Fliegen verzaubert wurden, verfügten lediglich über die simplen Grundfunktionen um den Flug zu dirigieren und waren ein höchst unbequemes Fluggerät. Wie der Leidensbericht des schottischen Zauberers Guthrie Lochrin von 1107 nach seinen ersten Flugerfahrungen verdeutlicht, konnte auf dem damals völlig unbearbeiteten Besenstiel niemand einen längeren Flug aushalten. Der unbestreitbare Vorteil dieses Transportmittels war allerdings, dass Besen für jeden erschwinglich waren und keinen Muggel zu lästigen Fragen reizten. Von den kulturellen Gepflogenheiten waren die Fliegenden Teppiche, die im Orient gebräuchlich waren und eine hierzulande unübliche Sitzhaltung erforderten, keine Alternative.

Die Funktionen und Flugeigenschaften von Besen wurden rasch verbessert, sobald sich Hexen und Zauberer auf die Herstellung fliegender Besen spezialisierten. Aber erst seit dem 19. Jahrhundert wurden sie zum Massenfluggerät, das verschiedensten individuellen Anwendungsbedürfnissen gerecht wird. Eine nicht mehr wegzudenkende Verbesserung des Sitzkomforts war Elliot Smethwycks Erfindung des Polsterungszaubers auf fliegenden Besen im Jahr 1820. Geeignete Flugeigenschaften für Langstreckenflüge erreichte der Besenmacher Elias Grimstone 1879 mit seinem "Eichschaft" (im Original: Oakshaft), der sich auch von heftigen Winden nicht aus seiner Flugbahn werfen ließ. Auf einem Eichschaft 79 gelang der Hexe Jocunda Sykes im Jahr 1935 die erste Besenüberquerung des Atlantischen Ozeans.

Ein entscheidender Schritt zur massenhaften Verbreitung dieses Fluggeräts war, dass die jahrhundertelang übliche Handfertigung von Einzelstücken der modernen Serienfertigung Platz machte. Sie ermöglichte es, qualitativ hochwertige fliegende Besen auch in großer Stückzahl herzustellen. Im 20. Jahrhundert führte die Entwicklung von Rennbesen für den sportlichen Einsatz dazu, dass Besen immer wendiger, schneller und höhenstabiler wurden.

In der Abteilung für Magisches Transportwesen des Zaubereiministeriums wird die ordnungsgemäße Herstellung und Verwendung fliegender Besen durch das Besenregulations-Kontrollamt (im Original: Broom Regulatory Control) überwacht. Obwohl durch die verbesserten Flugeigenschaften das Fliegen auf Besen heutzutage durchaus gefährliche Höhen und Geschwindigkeiten erreicht hat, wird keine Besenflug-Lizenz verlangt. Allerdings gibt es in Hogwarts die Bestimmung, dass Erstklässler noch keine eigenen Besen mitbringen dürfen. Diese Einschränkung ist sinnvoll, da ein Teil von ihnen vor den Flugstunden an der Schule noch keine Flugerfahrungen gemacht hat.

Rennbesen

In den HP-Büchern werden zwar gelegentlich auch Allzweck-Besen wie der Bulle am Rand erwähnt, eine Rolle spielen aber nur die für Jugendliche interessanten Besen für den sportlichen Einsatz. Rennbesen unterscheiden sich von Allzweckbesen durch ihre optimierten und reaktionsschnelleren Flug-, Wende- und Bremseigenschaften. Allerdings gehen diese Qualitäten zwangsläufig auf Kosten der stabileren Bauweise und damit der Sicherheit fliegender Besen.

Kennilworthy Whisp beschreibt in seinem Buch Quidditch im Wandel der Zeiten einige der mehrfach genannten Rennbesen :

Erst nach Erscheinen des vorgenannten Buches kam der heutige Top-Rennbesen,

  • der Feuerblitz (im Original: Firebolt), auf den Markt.

Quellen

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