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In verschiedensten europäischen Mythologietraditionen gibt es den Gnom, ein Erdmännchen oder auch einen Erdgeist, dem mehr oder minder große Macht und Intelligenz zugeschrieben wird. Das englische Wort für Gartenzwerg ist garden gnome. In diesem Sinn greift Joanne K. Rowling die mythologische Gestalt auf.

Der etwa 30 cm große Gnom ihrer Magischen Welt könnte von seinen Maßen her mit einem lebendigen Gartenzwerg verwechselt werden. Allerdings sieht er einem Weihnachtsmann mit roter Zipfelmütze kein bisschen ähnlich: Seine Haut ist braun und ledrig. Sein unproportional dicker Glatzkopf und die Knollennase gleichen in Form und Farbe einer Kartoffel. Zusammen mit anderen Gnomen haust er in Erdlöchern in Zauberergärten Nordeuropas und Nordamerikas. Gnome gehören zu den Tierwesen. Nach der Artbeschreibung von Newt Scamander haben Gnome keine besonderen mächtigen Kräfte und sind nicht intelligent. Aus den Romanen geht aber hervor, dass sie zumindest in menschlicher Sprache herumzetern und schimpfen können. Ein unbestrittener Nutzen dieser Erdmännchen ist allenfalls, dass sie eine andere Gartenplage, den pilzähnlichen Horklump gerne verspeisen. Ansonsten verschandeln Gnome gepflegte Gärten durch eine Art Maulwurfshügel und nagen Wurzeln von Pflanzen an. (s. JKR-Interviw am 03.02.200.

Entgnomen

Wenn Gnome überhand nehmen, werden sie auch für wenig pingelige Menschen lästig. Um dies zu verhindern, werden Gärten gelegentlich entgnomt. Dazu packt man die Gnome an ihren Fußgelenken und schwingt sie einige Male im Kreis, um sie schwindelig zu machen. Werden sie anschließend so weit weg geschleudert wie möglich, so sind die Gnome vorerst zu orientierungslos, um zurückzufinden. Dabei ist es notwendig sofort kräftig zuzupacken, da sich die kleinen Kerle mit harten Fußtritten und schmerzhaften Bissen zu wehren versuchen.

Erleichtert wird das Entgnomen eines Gartens durch die Dummheit und Neugier der Gnome. Wenn sie merken, dass der Garten entgnomt wird, kommen sie aus ihren Löchern angerannt, um die Aktion mitzuerleben. Eine brutalere aber bei Tierwesenfreunden verpönte Methode einen Garten zu entgnomen, ist der Einsatz von Jarveys.

Was Gilderoy Lockharts "Ratgeber für Schädlinge in Haus und Hof" als beste Art des Garten-Entgnomens empfiehlt, konnte Molly Weasley ihren genervten Söhnen nicht mehr vorlesen. Ron und seine Zwillingsbrüder fanden es Strafe genug, dass ihre Mutter sie zum Entgnomen des Gartens verdonnerte.

Anmerkung

Xenophilius Lovegood hat Gnome erforscht und erstaunliche Erkenntnisse gewonnen: die kleinen Gernumbli Gardensi - so nennt er sie wissenschaftlich - besitzen große Weisheit und enorme magische Kräfte, die sie beispielsweise bei einem Biss durch ihren Speichel übertragen. Wer in den Genuss eines Gnombisses kommt, kann deshalb bisher ungeahnte Talente entfalten wie etwa Opern singen oder etwas auf Meerisch aufzusagen.

Übersetzungskritik

Von einigen Fans wurde kritisch angemerkt, dass die offizielle deutsche Übersetzung den englischen Begriff Gnome nicht als "Gartenzwerg" übersetzt. Sprachlich würde dies naheliegen. Vielleicht hat der Übersetzer jedoch berücksichtigt, dass die faulen und genußfreudigen Gnome sich in der Mythologie immer dagegen wehren mit den arbeitswütigen Zwergen verwechselt zu werden?

Gnome im Computerspiel

In den Harry-Potter-Spielen Spiel 1 und Spiel 2 treten Gnome als lästige, Bohnen stehlende Plagegeister auf und müssen mit dem Zauberspruch Flipendo bekämpft werden. Es gibt auch eine spezielle Bildkarte. (s.u.).

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