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Die unter Muggeln heutzutage bekannte Gewürzpflanze Liebstöckel, auch Maggikraut, (lat: Levisticum officinale) (im Original: Lovage), ist eine aromatische, vom Aussehen her eher unscheinbare Pflanze, die in orientalischen Ländern und im Mittelmeerraum beheimatet ist. Wurzeln, Blätter, Stiel der Pflanze, wie auch ihre Ausdünstung (beispielsweise als Rauch der verbrannten Pflanze) sind seit Jahrtausenden in der Pflanzenheilkunde gegen Unwohlsein und Heiserkeit im Einsatz. Früher galt Liebstöckel, wie der Name andeutet, als wirksames Aphrodisiakum. In unterschiedlichen Volksglauben wurden der Pflanze außerdem magische Wirkungen Zugeschrieben, die Böses vertreiben und Geister, Götter oder Menschen gewogen stimmen könnten:

  • bei den alten Germanen galt Liebstöckel als Mittel gegen böse Geister, Unwetter und Giftschlangen;
  • in manchen Gegenden Osteuropas wurden Liebstöckelstengel lange als eine Art Amulett angesehen, das böse Geister vertreiben und Beliebtheit bei Menschen bewirken könne. so galten Einreibungen und Bäder mit Liebstöckel als Mittel, um die Atraktivität der Töchter zu fördern. Junge Frauen trugen Stengel der Pflanze, um ihren Geliebten an sich zu binden und nutzten Liebstöckelwurzeln um, Liebestränke zuzubereiten...

Angelehnt an derartige Wirkungen, mit denen die Pflanze in Verbindung gebracht wurde oder wird, benennt Joanne K. Rowling Liebstöckel als Zutat zu berauschenden und verwirrenden Zaubertränken, die Harry während seiner fünften Klasse in Hogwarts lernen soll.