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Remus Lupin

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Remus John Lupin
Geschlecht männlich
Haarfarbe hellbraun mit grau
Haus Gryffindor
Pol. Engagement Orden des Phönix
Erster Auftritt Harry Potter und
der Gefangene von Askaban
Schauspieler /
Synchronisation
David Thewlis
Frank Röth
James Utechin als 16jähriger

Der früh ergraute Professor Remus John Lupin (* 10. März 1960; † 2. Mai 1998), der Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste in Harrys drittem Schuljahr, ist der erste, der von seinem Fach etwas versteht. Überdies kann er das Fach so interessant unterrichten, dass es Harrys ganzer Klasse richtig Spaß macht. Er bildet Harry zusätzlich einzeln aus, damit er sich mit dem Patronus-Zauber gegen Dementoren wehren kann. Im Laufe der Zeit findet Harry heraus, dass Lupin während der Schulzeit seines Vaters zu dessen engstem Freundeskreis gehörte.

Lupins Kindheit und sein Werwolfbiss

Remus Lupin wuchs als Halbblut heran. Als Kind wurde er von Fenrir Greyback, einem grausamen Werwolf, gebissen und verwandelte sich von da an in jeder Vollmondnacht selbst unter großen Schmerzen in eine mordlüsterne Bestie. Ohne etwas dagegen machen zu können hatte er wegen dieser gesellschaftlich geächteten Krankheit [1] schon als Kind große Probleme, Freunde zu finden. Er lernte, dass er seine quälenden Werwolfverwandlungen verheimlichen musste. Er hatte schreckliche Angst davor, seine Krankheit auf andere zu übertragen und fühlte sich selbst als Zumutung und drohende Gefahr.

Lupins Schulzeit

In Hogwarts wurde Remus in den 70er Jahren nur deshalb aufgenommen, weil der Schulleiter Albus Dumbledore sich für ihn einsetzte. Dass er sich bei Vollmond in einen Werwolf verwandelte, wurde vor seinen Mitschülern geheimgehalten. Damit er niemanden gefährdete, brachte Madam Pomfrey ihn in Vollmondnächten rechtzeitig zu einem unterirdischen Geheimgang, der vom Schulgelände zur Heulenden Hütte führte. Direkt über dem Eingang dieses Geheimgangs wurde die Peitschende Weide gepflanzt, um zu verhindern, dass ihm jemand folgte oder dass er als gefährlicher Werwolf aus seinem Rückzugsort ausbrechen konnte.

Lupin war ein guter Schüler. Während seiner Schulzeit gehörte er dem Haus Gryffindor an, wie auch seine besten Schulfreunde James Potter, Sirius Black und Peter Pettigrew. James und Sirius kamen bald hinter Lupins Geheimnis. Statt sich wie andere von ihm zurück zu ziehen, wurden sie aus Freundschaft zu ihm Animagi, da Werwölfe nur für Menschen gefährlich sind. James verwandelte sich in einen Hirsch, Peter in eine Ratte, und Sirius in einen grimmähnlichen großen schwarzen Hund. In Tiergestalt erkundeten Lupin und seine Freunde während der Vollmondnächte die Umgebung der Schule und des Dorfes Hogsmeade. Ihr Wissen über die Gegend und die Geheimgänge der Schule hielten sie in der gemeinsam erstellten Karte des Rumtreibers fest. Als Fünftklässler wurde Lupin zum Vertrauensschüler ernannt. Der Schulleiter hoffte vergeblich, Lupin könne seine Freunde Sirius und James etwas bändigen. Gleichzeitig wie Lupin waren auch Lily Evans, die er sehr schätzte, und Severus Snape, den er wegen seines schwarz-magischen Interesses ablehnte, in derselben Klassenstufe in Hogwarts.

Lupin schloss sich wie seine Schulfreunde nach Schulabschluss dem Widerstandsorden gegen Voldemort an. Die Freundschaft wurde aber beeinträchtigt, als James und Lily Potter offenkundig ausspioniert wurden und Lupin in Verdacht geriet, der Spion Voldemorts zu sein. Deshalb weihten Sirius und James ihn nicht ein, als statt Sirius der unfähig erscheinende Peter zum Geheimniswahrer für den Aufenthaltsort der Potters gemacht wurde.

Lupin als Lehrer

In Harrys dritten Schuljahr wird Remus Lupin als Verteidigungslehrer in Hogwarts eingestellt. Dass Dumbledore bereit ist, ihn trotz seiner Werwolf -Verwandlungen auf eine Lehrerstelle zu berufen, stößt in der Lehrerschaft auf Vorbehalte. Professor Snape äußert zusätzlich gegenüber dem Schulleiter Bedenken, Lupin sei immerhin ein früherer Schulfreund des gefährlichen Askabanausbrechers Sirius. Dumbledore setzt sich aber über alle Warnungen hinweg. Auf sein Geheiß hin muss Snape jeden Monat eine Dosis des neuentwickelten sog. Wolfsbann-Trank brauen, dank dessen Einnahme Lupin während der Verwandlungsphasen sein Bewusstsein wahren und sich als harmloser Wolf in sein verschlossenes Büro zurückziehen kann.

Da der Schulbeginn direkt nach einer Vollmondnacht stattfindet, nutzt Lupin den Hogwarts Express für seine Anreise, um den entgangenen Schlaf nachzuholen. Deshalb kann er die Schüler bereits während der Fahrt vor einer Dementorenpatroullie schützen. Seine anschauliche Unterrichtsgestaltung begeistert die Schüler. Er ermutigt die Ängstlichen und erkennt Stärken in scheinbaren Schwächen von Einzelnen.

Gegen Ende des Schuljahres können Lupin und Sirius gemeinsam Harry und seinen Freunden begreiflich machen, was Peter Pettigrew wirklich getan hat.

Trotz seiner Beliebtheit muss Lupin am Ende von Harrys dritter Klasse seine Stelle räumen: Durch eine gezielte Indiskretion outet Severus Snape ihn gegenüber den Slytherins als Werwolf. Lupin verlässt daraufhin die Schule, weil er selbst aufgrund der aktuellen Erlebnisse die Gefahr für die Schüler zu groß findet und den Protesten besorgter Eltern zuvorkommen will.

Lupins Situation danach

Nach seiner Zeit als Lehrer hat Remus Lupin es zunehmend schwer eine Anstellung zu finden, weil neue im Zaubereiministerium ausgearbeitete gesetzliche Vorschriften dies so gut wie unmöglich machen. Seine finanzielle Situation ist deshalb schlecht, was schon an seiner noch schäbigeren, abgenutzteren Kleidung zu sehen ist.

Wie schon im ersten Orden des Phönix kämpft Lupin auch von Anfang an im zweiten gegen Voldemorts dunkle Herrschaft. Aufgrund seiner ruhigen, überlegten und umsichtigen Handlungsweise ist er im Orden anerkannt und geschätzt. Seit 1996 lebt er als heimlicher Agent des Widerstandsordens bei den Werwölfen.

Obwohl und gerade weil er in Tonks verliebt ist und sie seine Liebe erwidert, hat er als Werwolf große Hemmungen, eine Liebesbeziehung mit ihr einzugehen. Erst die Werwolfverletzung von Bill Weasley im Sommer 1997 und Fleur Delacours Reaktion darauf lassen ihn erkennen, dass auch Werwölfe liebenswert sind und lieben dürfen. Bereits im Juli 1997 heiraten die beiden. Als Tonks bald danach schwanger wird, holen Remus aber seine Skrupel und Selbstzweifel wieder ein, ob er seiner Frau und seinem noch ungeborenen Kind zumuten könne, dass er ein gesellschaftlich geächteter Werwolf sei. Er flüchtet sich einige Zeit lang in die Einsamkeit, steht aber dann doch zu seiner Verantwortung als Ehemann und werdender Vater. Im April 1998 berichtet er überglücklich, dass ihr Sohn Ted, benannt nach Tonks Vater, geboren sei. Der neugeborene Sohn ist kein Werwolf, wie sein Vater, aber ein Metamorphmagus wie seine Mutter. In Absprache mit Tonks bittet er Harry darum, der Pate ihres Sohnes zu werden. Kurz nach Remus' Tod bei der Schlacht von Hogwarts erscheint er Harry zusammen mit Sirius, James, und Lily als Erinnerungsgestalt. Dabei wird deutlich, dass Remus sich selbst und sein Dasein jetzt bejaht und es bedauert, die Zukunft seines Sohns nicht miterleben zu können (HP VII/34).

Namen

  • Remus ist in der römischen Sage der Zwillingsbruder von Romulus, den Gründern Roms. Die Zwillingsbrüder wurden als Babys ausgesetzt und von einer Wölfin gesäugt, so dass sie überleben konnten.
  • Als Tarnname bei dem Untergrundsender PotterWatch heißt Remus Lupin folgerichtig "Romulus".
  • Lupins Spitzname bei seinen Schulfreunden ist Moony, also eine respektlose Anspielung auf Remus' Mondabhängigkeit bzw. Mondfurcht.
  • John ist die englische und niederdeutsche Ableitung des hebräisch-griechischen Johannes, (Jahwe ist gnädig). Die Autorin kommentierte, dass John ein weit verbreiteter und langweiliger Name sei.
  • Auch der Nachname von Remus Lupin deutet auf sein Dasein als Werwolf hin. Abgeleitet von lat.: lupus = Wolf, bedeutet lupin = wolfsähnlich.

Zusatz-Informationen von Pottermore

Der Vater des halbblütigen Einzelkinds Remus war der Zauberer Lyall Lupin, seine Mutter Hope Howell eine Muggelfrau ohne Zauberkräfte. Anlass für Remus Werwolfbiss war eine provozierende Äußerung seines Vaters, der als Angestellter des Zaubereiministeriums bei der Untersuchung eines Werwolfvergehens dienstlich mit Fenrir Greyback zu tun hatte. Das ihm entgegengebrachte Misstrauen und Lyalls Bemerkung, Werwölfe müssten eigentlich getötet werden, zahlte Greyback den Lupins heim, indem er Remus zum Werwolf machte, und so dessen Familie zu ständigen sozialen und magischen Anstrengungen zur Kontrolle von dessen Werwolfdasein und Ächtung zwang.
Lyall konnte sich erst sehr spät dazu durchringen seinem Sohn die Wahrheit über die Geschehnisse, die das Leben der Familie so dramatisch verändert hatten, zu beichten.

Anmerkungen

  1. Wie Joanne K. Rowling in ihrer Gerichtsaussage am 14.04.08 erklärte, zeigt sie mit der Werwolf-Erkrankung, wie Menschen auf eine sozial geächtete Krankheit wie AIDS und auf ihre entsprechend unfaire soziale Behandlung reagieren.

Links zum Artikel


Quelle


Vorgänger:
Gilderoy Lockhart
Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste
August 1993 - Juni 1994
Nachfolger:
Alastor Moody

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