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Schwarze Magie

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Schwarze Magie (im Original: Dark Magic) gilt in Muggelmythen und Märchen seit jeher als unheilbringende Bedrohung:

  • Dunklen magischen Kräften werden unerklärliche schreckliche Naturkatastrophen zugeschrieben.
  • Kranke und Sonderlinge werden als verflucht oder als besessen von einer dunklen Macht dargestellt.
  • Wer von bösen Magiern verwunschen ist, muss Qualen durchleben, bis er befreit wird.
  • Wer Pakte mit der dunklen Seite eingeht, tappt in eine fürchterliche Falle...

Meist stehen nicht nur anonyme Gewalten hinter den schwarzmagischen Taten, sondern böswillige schreckliche Zauberer und Hexen. Ihre Handlanger sind böse Geister, willige Diener und alle, die ihnen willenlos gehorchen müssen.

Gegenspieler der schwarzen, unheilbringenden Magier sind magische Menschen, die "Weiße Magie" betreiben. Sie setzen ihre Zauberkraft zum Wohl der Lebenden ein und stellen sich dunklen, magischen Machenschaften entgegen.

Joanne K. Rowling betont, dass Zauberer und Hexen selbst diese moralische Entscheidung zwischen "guter" weißer Magie und unheilbringender, schwarzer Magie treffen. Weder mächtige schwarze Magier selbst noch ihre Mitläufer sind von Natur aus böse. Vielmehr wenden sie sich aus freien Stücken der dunklen Seite zu. Dahinter stehen finstere Motive wie Machtgier oder rassistische Wahnideen. Unschwer sind Parallelen zu despotischen und rassistischen Geschehnissen in der Muggelwelt auszumachen.

Schwarze und weiße Magie um Harry Potter

In der magischen Welt um Harry Potter ist die Auseinandersetzung mit Lord Voldemort, einem der schrecklichsten schwarzen Magier aller Zeiten überall präsent. Als Schreckensherrscher hat er über ein Jahrzehnt lang mit schwarzmagischen Mitteln die magische Welt und die Muggelgesellschaft bedroht. Er hat andere unterworfen, sie gequält und alle mit dem Tod bedroht, die seiner unheilvollen Macht im Wege standen. Damals stürzte er und blieb über ein Jahrzehnt lang verschwunden. Seit Harrys fünftem Schuljahr baut er aber mit Unterstützung seiner früheren Anhänger, den Todessern, seine Machtstellung wieder auf.

Seinen Herrschaftsplänen stellt sich Albus Dumbledore entgegen. Der Schulleiter von Hogwarts (bis 1997) setzt sich überzeugt für Toleranz und verantwortlichen Gebrauch der Magie ein. Schon früher hat er den schwarzen Magier Grindelwald besiegt und gegen Voldemorts erste Schreckensherrschaft hat er eine Widerstandsorganisation, den Orden des Phönix, gegründet, der u.a. Harrys Eltern angehörten. Den Widerstand hat Dumbledore sofort reaktiviert, als Voldemort wieder zurückkehrte.

Als noch minderjähriger Schüler ist Harry zwar nicht selbst Mitglied dieses Widerstandsordens, hat aber enge Verbindungen zu einzelnen Mitgliedern und teilt ihre Einstellung. Über seine magische Verbindung zu Voldemort wird er zwangsläufig in den Kampf gegen ihn verstrickt.

Schwarzmagische Zauber

Schwarzmagische Zauberanwendungen zielen darauf ab, andere zu schädigen und für die eigenen Zwecke zu benutzen. Etliche der schwarzmagisch genutzten Zauber und Flüche sind aber nicht speziell für diese finstere Art der Anwendung entwickelt worden. So wird beispielsweise der Legilimentik-Zauber von schwarzmagischen wie auch nicht schwarzmagisch orientierten Zauberern und Hexen eingesetzt. Selbst die in der magischen Welt streng verbotenen unverzeihlichen Flüche, deren Wirkungen auf das Opfer ganz den schwarzmagischen Zielen entsprechen, werden nicht nur von Schwarzen Magiern eingesetzt. Denn auch nicht-schwarzmagisch motivierte Personen wie z.B. Auroren verwenden sie manchmal im Auftrag des Zaubereiministeriums.

Eindeutig und ausschließlich in der Schwarzen Magie entwickelte und eingesetzte Zauber existieren, werden aber in Hogwarts nicht unterrichtet. Dort lernen die Schülerinnen und Schüler im Unterricht zur Verteidigung gegen die dunklen Künste zwar einige der schwarzmagischen Zauber und Zaubertränke kennen, aber nicht selbst anzuwenden. Sie können mit Sondergenehmigung einer Lehrkraft auch etwas über diese magischen Techniken oder Gebräue in der Verbotenen Abteilung der Schulbibliothek nachlesen.

Schwarzmagische Zauber und Flüche erzielen nur dann ihre unheilvolle Wirkung, wenn hinter ihnen finstere Überzeugungen und grausame Vorstellungen stecken. Trotzdem werden sie an anderen Zauberschulen wie z.B. Durmstrang im Unterricht eingeübt.

Die Gegenzauber, die schwarz-magisch herbeigeführte Wunden heilen können, gehören ebenfalls zur Schwarzen Magie. Deshalb erzielen gewöhnliche Heilzauber oft nicht die gewünschten Erfolge wie etwa eine Blutung zu stillen oder ein weggehextes Stück Nase wieder zu restaurieren.

Bekannte schwarzmagische Anwendungen

  • Lord Voldemort beherrscht den schwarzmagischen Zauber, von einem Lebewesen (Person oder Tier) Besitz zu ergreifen, von dessen Lebenskraft zu zehren und es nach seinem Willen zu lenken. Das von ihm besessene Opfer ist völlig in dessen Gewalt und kann sich nicht an fremdgesteuerte Handlungen erinnern, die es ungewollt für ihn ausführt (HP I/17, HP IV/33).
  • Als schwarzmagische Zauber-Utensilien lernt Harry in der Nokturngasse menschliche Gebeine und Fingernägel, Schrumpfköpfe, vergiftete Kerzen, schwarze Giftspinnen, eine abgetrennte Zauberhand und dergl. kennen (HP II/4).
  • Petrifikations-Zauber, die Personen und andere Lebewesen versteinern, gehören lt. Professor Dumbledore zu den fortgeschrittensten schwarzmagischen Zaubern (HP II/9).
  • Tom Riddle hat sich mit einem schwarzmagischen Zauber als Erinnerung in einem extra dafür angelegten Tagebuch konserviert. Als Ginny Weasley nichts ahnend in das verzauberte Tagebuch schreibt, kann er von ihr Besitz ergreifen. Nach einiger Zeit hat er so viel Lebenskraft aus ihr herausgesaugt, dass er anfängt, wieder eine lebendige Gestalt anzunehmen (HP II/17).
  • Der Vielsaft-Trank ist in einem Buch der verbotenen Abteilung der Bibliothek zu finden. Jenes Buch enthält erschreckende Illustrationen von gequält aussehenden Menschen (HP II/12).
  • Voldemort selbst hat ein schwarzmagisches Elixier zur Schaffung eines provisorischen Körpers erfunden, um mit der Hilfe von Wurmschwanz einen provisorischen eigenen Körper zu erlangen. Das später von ihm angewandte Wiedergeburts-Elixier wird nach einem alten schwarzmagischen Rezept rituell gebraut (HP IV/32).
  • Der Familiensitz der Blacks ist durch vielerlei schwarzmagische Zauber geschützt und für Muggel unortbar. Im Inneren befinden sich zahlreiche makabere und schwarzmagische Gegenstände, wie beispielsweise eine angriffslustige Standuhr, Gegenstände die sich nicht von der Wand oder den Regalbrettern entfernen lassen, eine Schnupftabaksdose, die die Hand dessen, der sie berührt, verletzt, eine Musikdose, deren Melodie eine betäubende Wirkung hat, erdrosselnde Roben und dergleichen (HP V/4).
  • Der Zauberspruch Sectumsempra fügt einem Gegner wie ein magisches Schwert schreckliche Wunden zu, die nur mit dem dafür entwickelten schwarz-magischen Gegenzauber ganz verheilen (HP VI/24).
  • Ein Inferius ist eine Leiche, die ein schwarzer Magier dazu verzaubert hat, seinem Willen zu gehorchen. Voldemort setzt etliche dieser willenlosen Helfer für seine Zwecke ein (HP VI/26).
  • Ein Horkrux ist das vielleicht entsetzlichste Verbrechen, das ein schwarzer Magier begehen kann: Durch die Gräueltat der Schaffung eines Horkrux, kann er sich unsterblich machen. Was ein Horkrux ist, und wie es hergestellt wird, ist in der magischen Welt tabu (HP VI/23).
  • Um das Versteck eines Horkrux zu sichern verwendet Voldemort widerliche Zauber und Zaubertränke. Die von ihnen verursachten Verbrennungen und anderen Verletzungen müssen mit den schwarz-magischen Gegenzaubern behandelt werden, um sie zu heilen oder zumindest ihre vernichtende Wirkung zu stoppen (HP VI/26f), (HP VII/33).
  • Mit einem schwarz-magischen Schutzzauber errichten die Todesser auf der Treppe zum Astronomieturm eine Blockade für alle, die kein Dunkles Mal haben (HP VI/27).
  • Ein schwarz-magisch heraufbeschworenes Dämonsfeuer ergreift und vernichtet alles in seiner Reichweite und lässt die üblichen Feuerlöschzauber wirkungslos verpuffen. (HP VII/31).

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