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Sirius Black

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Sirius Black
Geschlecht männlich
Haarfarbe schwarz
Augenfarbe grau
Haus Gryffindor
Pol. Engagement Orden des Phönix
Begleitendes Tier Seidenschnabel
Erster Auftritt Harry Potter und
der Gefangene von Askaban
Schauspieler /
Synchronisation
Gary Oldman
Pierre Peters-Arnolds
James Walters als 16jähriger

Sirius Black (ca. 1959-1996), früher von seinen Schulfreunden "Tatze" (im Original: Padfoot) genannt, ist Harrys Pate. Er ist gleich alt wie Harrys getöteter Vater James Potter und war früher dessen bester Freund. Bereits im ersten Kapitel des ersten Bandes wird beiläufig erwähnt, dass Sirius früher auf einem fliegenden Motorrad durch die Lüfte zu rasen pflegte. Sein damaliges Fluggerät war so groß, dass er es Hagrid ausleihen konnte, um Harry nach der Ermordung seiner Eltern in Sicherheit zu bringen. Erst im dritten Band taucht Sirius als Charakter und Hauptakteur auf.

Familienverhältnisse

Sirius ist der erstgeborene Sohn der "reinblütigen" Familie Black, die sich auf ihre edle Zaubererabstammung viel einbildet. Er rebellierte schon sehr bald gegen den rassistischen Dünkel seiner Familie, und gegen deren tatkräftigen Einsatz zur Ausgrenzung und Unterwerfung von Muggeln und Muggelstämmigen. Während die meisten Mitglieder von Sirius' Familie sich der schwarzen Magie verschrieben und sein jüngerer Bruder Regulus sogar ein Todesser wurde, hasste und bekämpfte Sirius solche Machenschaften. Mit knapp 16 Jahren verließ er sein Elternhaus. Wie alle abtrünnigen Mitglieder der Familie Black wurde er aus dem Stammbaum getilgt, der auf einem bestickten alten Wandteppich festgehalten ist. Nur ein Brandloch zeigt noch an, dass hier ein Black war, der sich als ein nicht wahrer Black erwiesen hat: Wahre Blacks sind, wie der Familienname schon andeutet, schwarz-magisch eingestellt.
Selbst die Portraits seiner Vorfahren hetzen noch gegen Sirius:

  • Das Portrait seiner Mutter, einer keifenden, alt aussehenden Hexe, pflegt ihn lautstark als "Schandfleck der Familie" zu beschimpfen.
  • Das Portrait seines Ururgroßvaters (Phineas Nigellus Black), eines ehemaligen und extrem unbeliebten Schulleiters von Hogwarts, betitelt ihn als Taugenichts und wertloses Familienmitglied.
    Aufgrund seiner Abstammung ist Sirius mit so gut wie allen "reinblütigen" magischen Familien irgendwie verwandt.

Widerwillig musste Sirius als Erwachsener noch einmal mit seiner Herkunftsfamilie Kontakt aufnehmen, weil ihm sein verhasstes Elternhaus als Erbe zufiel. Mit dem Familiensitz erbte er auch den Hauself seiner Familie, einen völlig verdreckten, wunderlich gewordenen, kleinen Fiesling namens Kreacher, der Sirius ganz im Sinne seiner früheren Herrschaft ablehnt.

Schulzeit

Im Gegensatz zu anderen Blacks gehörte Sirius während seiner Schulzeit zum Haus Gryffindor. Dort war auch sein bester Freund James Potter und ihre Freunde Remus Lupin und Peter Pettigrew. Der gutaussehende Sirius war ein begabter Schüler, ein Mädchenschwarm und kaum zu bändigen. Während der ersten fünf Schuljahre erlernte er zusammen mit James und Peter heimlich die schwierige und eigentlich meldepflichtige Animagus-Verwandlung. Von da an konnte er sich als Animagus in einen großen, zotteligen schwarzen Hund verwandeln. (Sirius ist der Name eines Sterns im Sternbild Großer Hund, der deshalb auch "Hundsstern" genannt wird). Seine nie offiziell bekannte Animagusgestalt verschaffte ihm nicht nur während seiner Schulzeit eine perfekte Tarnmöglichkeit. In ihren Animagusgestalten konnten Sirius, James und Peter bei ihrem Freund Remus sein, wenn er in Vollmondnächten zwangsweise zu einem Werwolf wurde. Die vier Freunde unternahmen gemeinsam etliche Streifzüge innerhalb und außerhalb des Schulgeländes, entdeckten unbekannte Geheimgänge, zeichneten eine magische Karte des Schulgeländes, usw.
Gegenspieler und erbitterter Feind von Sirius und James war ihr Mitschüler Severus Snape, ein Slytherin-Schüler, der voll schwarz-magischer Ideen steckte.
An der engen Freundschaft zwischen Sirius und James änderte sich auch nichts, als James in der Abschlussklasse eine Liebesbeziehung mit der Gryffindor-Mitschülerin Lily Evans einging.

Widerstand gegen Voldemort

Zusammen mit seinen früheren Schulfreunden und Lily schloss sich Sirius nach seiner Schulzeit der Widerstandsbewegung an, die gegen Voldemort kämpfte. Als James und Lily getötet wurden und Peter verschwand, wurde Sirius beschuldigt, seinen Freund James und dessen Frau Lily an Voldemort verraten und Peter ermordet zu haben. Ohne Prozess verbannte ihn das Zaubereiministerium unter der Leitung von Bartemius Crouch sr. als vermeintlichen Todesser lebenslänglich in das Zauberergefängnis Askaban.
Als früherer Widerstandskämpfer im Orden des Phönix war Sirius auch sofort bereit, sich voll und ganz für den zweiten Widerstandsorden einzusetzen. Auf Dumbledores Anweisung hin durfte er aber aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich in Erscheinung treten und deshalb beschränkte sich Sirius' Tatendrang notgedrungen vorläufig darauf, dem Widerstandsorden ein ideales Hauptquartier anbieten zu können: Das lange unbewohnte Haus der Blacks, das er geerbt hatte.

Sirius und Harry

Sirius nahm seine Aufgabe als Harrys Pate auch nach James' und Lilys Tod und seiner Inhaftierung in Askaban weiterhin ernst. Nachdem er in Erfahrung gebracht hatte, dass der eigentliche Verräter von Harrys Eltern unerkannt in Harrys unmittelbarer Nähe war, brach er in seiner Animagusgestalt aus Askaban aus. Er konnte seinen früheren Freund Remus Lupin, Harry und schließlich auch Albus Dumbledore davon überzeugen, dass er unschuldig in Askaban gefangen saß. Da er aber seine Unschuld nicht offiziell beweisen konnte, musste er erneut untertauchen. Dies gelang ihm mit Hilfe von Harry. Die beiden hatten von da an bis zu Sirius Tod im Juni 1996 Kontakt miteinander und Harry empfand Sirius als Vaterersatz.
Nach seinem Tod wird Sirius aufgrund von Albus Dumbledores Aussage rehabilitiert. Sein Testament bestimmt, dass all seine persönlichen Besitztümer an Harry vererbt werden. Dies betrifft neben seinem Goldvermögen auch das Haus am Grimmauldplatz Nr. 12, den Hauselfen Kreacher und den Hippogreif Seidenschnabel.

Ereignisse in den Büchern

  • Aus Askaban entkommen versucht Sirius vergeblich, Peter Pettigrew zur Strecke zu bringen, kann aber Harry und seine Freunde, Lupin und Dumbledore von seiner Unschuld überzeugen (HP III/18).
  • Weil Sirius zunächst seine Unschuld nicht beweisen kann, musste er erneut fliehen und untertauchen. Harry rettete ihn vor einem Dementorenkuss und verhilft ihm zu einem Hippogreif, auf dessen Rücken er den Dementoren und dem Zaubereiministerium entkommen kann (HP III/21).
  • Danach stehen die beiden in enger Verbindung und Sirius wird für Harry fast wie ein Vater. Sirius scheute keine Entbehrungen und Risiken, um seinem Patensohn schützend zur Seite zu stehen (HP IV/27).
  • Allerdings vermischt sich seine Bereitschaft, etwas für Harry zu tun, zunehmend mit seinem eigenen Verlangen, sich endlich wieder außerhalb seines Versteckes zu engagieren (Band 5).
  • Sirius schenkt seinem Patensohn einen Zwei-Wege-Spiegel, der sicherstellen sollte, dass Harry jederzeit Kontakt mit Sirius aufnehmen konnte (HP V/24)
  • In einer Erinnerung von Prof. Snape, kann Harry miterleben wie die jungen James und Sirius den 15jährigen Severus Snape demütigen und verspotten (HP V/28).
  • Weil Harry Sirius aus einer vermeintlich lebensgefährlichen Situation retten will, bringt er sich und seine Freunde in eine verzweifelte Lage (HP V/34).
  • Um den Bedrängten zu Hilfe zu eilen, setzt sich der tatendurstige Sirius über Dumbledores Anweisung hinweg, im Haus zu bleiben. Stattdessen kämpft er mit den anderen Phönixorden-Mitgliedern gegen die Todesser und schließlich gegen seine Cousine Bellatrix, die ihm den Todesstoß versetzt (HP V/35).
  • Harry ruft die Erinnerungsgestalt von Sirius mit dem Stein der Auferstehung, zusammen mit seinen Eltern und Remus als Unterstützung, an seine Seite (HP VII/34).

Übersetzungskritik

In der ersten Auflage der deutschen Übersetzung des ersten Potter-Bandes sowie im dt. Hörbuch des ersten Bandes wurde Sirius Black noch mit "Sirius Schwarz" übersetzt, der Hagrid das Motorrad auslieh. In späteren Auflagen des ersten Bandes, nach erscheinen des dritten, wurde dieser Fehler korrigiert.

Links zum Artikel

Sirius' Tod im Film

Im Film verwendet Bellatrix Lestrange den Todesfluch Avada Kedavra um Sirius zu töten. (Im Buch ist es ein roter Lichtstrahl, was auf einen Schockzauber hinweist.)

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