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Dieser Artikel behandelt den Stein der Weisen (im Original: Philosopher's stone)

Schon seit der Antike beschäftigten sich in den verschiedensten Kulturen Naturforscher, -philosophen und Mystiker mit der Umwandlung und Veredelung chemischer und pflanzlicher Stoffe. Eine wichtige Zielvorstellung vieler dieser Alchemisten war es, unedle Stoffe so zu läutern, dass aus ihnen letztendlich der Stein der Weisen entstehe. Diese allumfassend wirksame Substanz sollte die verschiedenartigste Materie verändern und veredeln können. Einigen Alchimisten ging es dabei vorrangig darum, unedle Metalle wie Quecksilber oder Blei in Gold umzuwandeln. Andere suchten nach einem Lebenselixier, das kranke Körper gesund machen und letztendlich Unsterblichkeit erwirken könne.

Über einen Alchimisten namens Nicolas Flamel gab es bereits zu dessen Lebzeiten ein Gerücht, er habe es als einziger tatsächlich geschafft, diesen Stein zu erzeugen. Flamels Lebensdaten werden von der Geschichtsschreibung mit 1330-1413 angegeben.

Ereignisse in den Büchern

  • Wenn das von Joanne K. Rowling aufgegriffene Gerücht wahr ist, stimmt das behauptete Todesdatum natürlich nicht. Vielmehr war Flamel laut eines von Hermine konsultierten Lehrbuchs der Bibliothek von Hogwarts in Harrys 1. Schuljahr 665 Jahre alt.[1] Das selbst für einen Zauberer unglaubliche Alter hat er erreicht, weil er, mit Hilfe seines Steins, sich und seine Frau immer wieder mit dem Lebenselixier versorgen konnte. Zusammen mit seinem wesentlich jüngeren Freund Albus Dumbledore verfasste er wohl ein alchimistisches Werk, dessen Titel nicht bekannt ist. Außerhalb von Rowlings Magischer Welt ist es ohnehin nicht erhältlich.
  • In Band 1 versucht Voldemort, in Besitz des Steins der Weisen zu kommen, weil er mit diesem Stein sein Ziel erreichen könnte: Er hätte dann einen unsterblichen Körper und könnte sich als unangreifbarer Schreckensherrscher für alle Zeiten die magische Welt unterwerfen.[2] Um zu verhindern, dass ihm dies gelingt, wird der Stein der Weisen in Dumbledores Auftrag von Hagrid aus einem Hochsicherheitsverlies der Gringotts-Bank geholt und in Hogwarts an einem mit besonderen magischen Hindernissen geschützten Ort aufbewahrt. Angesichts der Vorfälle wird offenkundig, dass der mächtige Stein auch dort nicht sicher ist. Deshalb beschließen letztendlich Flamel und Dumbledore, den Stein der Weisen, der so unweise Begehrlichkeiten weckt, zu zerstören.

Magische Schutzvorkehrungen in Hogwarts

Im Schlossgebäude befand sich der magische Stein in einem verborgenen Raum, der über eine Falltür vom dritten Stock aus zu erreichen war. Um zu dem Versteck des Steins der Weisen zu gelangen und ihn an sich zu nehmen, mussten sieben Hindernisse überwunden werden, die von verschiedenen loyalen (oder vermeintlich loyalen?) in Hogwarts tätigen Zauberern und Hexen stammten und entsprechend unterschiedlich waren (HP I/16f):

  1. Die Falltür bewachte Hagrids riesiger dreiköpfiger Hund Fluffy.
  2. Mehrere Meter unterhalb der Falltür hatte Professor Sprout als "weichen" Landeplatz für Eindringlinge eine Teufelsschlinge plaziert.
  3. Den folgenden Durchgangsraum hatte Professor Flitwick mit zahlreichen verzauberten Fliegenden Schlüsseln ausgestattet. Wer weiterkommen wollte, musste den passenden Schlüssel für die nächste Tür in dem herumfliegenden großen Schlüssel-Vogelschwarm finden und fangen.
  4. Das von Professor McGonagall installierte Hindernis bestand aus einem riesigen Schachspiel mit animierten Schachfiguren, durch das man sich siegreich als eine der Schachfiguren hindurchspielen musste, um auf die andere Seite des Raumes zu gelangen.
  5. Professor Quirells Hindernis war ein riesiger Bergtroll, der "seinen" Raum verteidigte und niemanden durchkommen lassen wollte.
  6. Der von Professor Snape gestaltete Raum war eine Falle, deren Ausgangstüren in rote (zurückführende Tür) und schwarze (weiterführende Tür) magische Flammen aufgingen, sobald der Raum betreten wurde. Um sich aus dieser Falle zu befreien, musste ein Rätsel gelöst werden, das verriet welche der auf einem Tisch in der Raummitte aufgereihten sieben Flaschen die Zaubertränke enthielt, die resistent gegen die magischen Feuer der Türen machen konnten. In den verbleibenden Flaschen befand sich harmloser Nesselwein und tödliches Gift.
  7. Den Stein selbst hatte Professor Dumbledore im Spiegel Nerhegeb verborgen. Dank der Magie dieses Spiegels war der Stein nur für jemanden erreichbar, der ihn lediglich finden wollte, wer ihn dagegen benutzen wollte, konnte ihn im Spiegel nicht entdecken.

Anmerkungen

  1. Leichte Differenzen in den Jahresangaben können bei solchen Dimensionen vernachlässigt werden.
  2. Dumbledore meint einschränkend in Band 6, dass Voldemort den Stein und das daraus gewonnene Lebenselixier nur zu erlangen sucht, um wieder einen eigenen Körper zu bekommen. Denn um unsterblich zu werden, will sich Voldemort nicht von einem Elixier abhängig machen, das verunreinigt werden und versagen könnte.

Spekulationen

Die Zerstörung des Steins der Weisen bedeutet, dass Nicolas Flamel und seine 658-jährige Frau sterben werden, sobald ihr Vorrat an Lebenselixier aufgebraucht ist. Es gab die Fan-Spekulation, auch Albus Dumbledores Leben sei durch die Zerstörung des Steins der Weisen bald beendet.

Auflösung:

  • Dumbledores Alter von damals etwa 110 Jahren ist für einen Zauberer nicht ungewöhnlich und bedarf keines künstlichen Mittels als Lebensstütze.
  • Nicolas Flamel muss seinen Stein lange vor seiner Zusammenarbeit mit Dumbledore erfunden haben, da er bei dessen Geburt bereits über 500 Jahre alt war.
  • Dumbledores realer Tod im Sommer 1997 hat nichts mit dem Stein der Weisen zu tun.

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