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Tom Riddles Tagebuch wirkte wie ein ganz gewöhnliches Tagebuch mit Kalendarium vom Jahr 1943 aus einem Muggelschreibwarengeschäft in London. Auffällig war lediglich, dass ausgelaufene Tinte keine Spuren darauf hinterließ. Wie sich herausstellte, konnte der frühere Besitzer Tom Riddle, 1943 Fünftklässler in Hogwarts, auf die Person eingehen, die Jahrzehnte später in dieses Tagebuch schrieb. Er konnte sich nicht nur mit dieser Person schriftlich unterhalten, sondern sie auch ausgewählte eigene Erinnerungen miterleben lassen. Das verzauberte Tagebuch konnte aber noch viel mehr, weil ein Teil von Tom Riddle wirklich in ihm steckte: Es konnte sich das Vertrauen der Tagebuch schreibenden Person erschleichen, sie Riddles Willen unterwerfen und für ihn handeln lassen und schließlich sogar ihre Lebenskraft aussaugen, um sie auf Riddle zu übertragen.

Verzauberungen

Dass das Tagebuch mit Toms Erinnerungen stark genug war, in seinem Sinne zu sprechen, könnte die Art von Magie sein, die in der Karte des Rumtreibers steckte. Dass Toms Erinnerung aber auch Gestalt annehmen und schließlich sogar das Tagebuch verlassen konnte, verriet eine weitere sehr viel mächtigere Magie: Tom, der spätere Voldemort, hatte es zu einem seiner Horkruxe gemacht.

Da Tom sich als 16-jährigen Schüler in dem Tagebuch festgehalten hat, muss er diese Verzauberungen bereits 1943 vorgenommen haben.

Das Widersprüchliche Horkrux

Das so entstandene Horkrux sollte zwei widersprüchliche Aufgaben erfüllen:

  1. sollte es Slytherins Vermächtnis, die "Säuberung" der Zaubererschule Hogwarts von muggelstämmigen magischen Menschen, bewerkstelligen, die Tom im Sommer 1943 unvollendet abbrechen musste
  2. sollte es einen Teil von Toms bzw. Voldemorts Seele sicher aufbewahren.

Ohne ihm zu verraten, dass er das Tagebuch zu einem Horkrux gemacht hatte und ohne zusätzliche Schutzzauber, versteckte Voldemort es zunächst bei einem seiner Todesser, nämlich bei Lucius Malfoy. Nach Voldemorts vermeintlichem Sturz ohne Wiederkehr, verwendete Lucius das Tagebuch für seine eigenen Zwecke: im Schuljahr 1992/1993 entledigte er sich des belastenden schwarz-magischen Objekts, indem er es Ginny Weasley unbemerkt unterschob, die es als Erstklässlerin mit nach Hogwarts nehmen sollte. Er hoffte, auf diese Weise Albus Dumbledore als Schulleiter loswerden und nebenbei seinem eigenen Erzfeind Arthur Weasley gründlich schaden zu können. Als Harry Potter das Tagebuch zerstörte, sah Lucius nur, dass seine eigenen Pläne gescheitert waren. Dass damit auch eines der Horkruxe von Voldemort vernichtet war, konnte er nicht erahnen. Wann und wie Voldemort es erfuhr, ist nicht bekannt.

Spekulationen

Als Voldemort es erfuhr, konnte er dem nichts ahnenden Lucius gegenüber seine Wut und sein Entsetzen über die Vernichtung des Horkruxes nicht offen äußern. Seine Reaktion darauf könnte aber ein Teil der Rachegelüste und Motive für den überfordernden Auftrag sein, den Voldemort Lucius' Sohn während dessen sechster Klasse erteilte.

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